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    Bremsscheiben

    Ideengeber für neue Konzepte
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    IMMER AM PULS DER ZEIT

    Trends wie Elektrifizierung des Antriebsstrangs, Connectivity – also die Vernetzung von Fahrzeugen untereinander und mit ihrer Umwelt – oder autonomes Fahren und natürlich Umweltaspekte stellen die Automobil(zuliefer)branche vor neue Herausforderungen.

    Die SHW gewährleistet mit ihrer eigenen Entwicklungsabteilung, dass sie diese Trends frühzeitig erkennt. Diese identifiziert die Anforderungen an die Bremsscheibe von morgen und realisiert technisch anspruchsvolle Lösungen. Dabei stehen die Ingenieure der SHW in engem Kontakt mit den Entwicklungsabteilungen der Automobilhersteller.

     

    Bremsscheiben - Entwicklungsschwerpunkte

    Die Anforderungen an Bremsscheiben wandeln sich ständig. Mit ihren innovativen Bremsscheibenkonzepten gestaltet SHW auch das Zeitalter der Elektromobilität mit.

    In der Entwicklung konzentriert sich SHW gleichermaßen auf konventionelle Integralbremsscheiben und Leichtbau-Verbundbremsscheiben. Bezogen auf Dimension, Gewicht und Leistungsfähigkeit hat SHW mit ihrer Verbundbremsscheibe bisherige Grenzen verschoben. So weist die aktuell größte und leistungsfähigste Verbundbremsscheibe der SHW bei einer Masse von etwa 21 kg einen Außendurchmesser von 420 mm auf und ist für ein Fahrzeug mit rund 2,9 t Gesamtgewicht und einer Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h ausgelegt. Als Plattformbremsscheibe wird die Verbundbremsscheibe zukünftig auch in Elektrofahrzeugen Anwendung finden.


    Ferner werden diverse Grundlagenprojekte weiter vorangetrieben. Sie zielen beispielsweise auf eine längere Lebensdauer der Edelstahlstifte ab, die den Aluminiumtopf mit dem Bremsscheibenreibring verbinden. Darüber hinaus stehen bei den Entwicklungen eine weitere Verringerung des Gewichts, eine verbesserte Korrosionsbeständigkeit und die Reduktion von Bremsstaub im Mittelpunkt.

    SHW verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Bremsscheiben. Aus der Motivation, Produkte und Prozesse stets zu verbessern, resultiert ihre hohe Kompetenz. SHW kann ihre Kunden von der Idee bis zur Serienreife eines Produkts begleiten.

    Den Ausgangspunkt bildet das Lastenheft, das sämtliche Anforderungen an die Bremsscheibe festhält und die Basis für ihre Konzeption und Konstruktion bildet. Schon in der Entwicklungsphase stellen diverse Simulationen sicher, dass die Bremsscheibe alle relevanten Funktionen erfüllt. Das vermeidet Kosten und spart wertvolle Zeit. Simuliert wird beispielsweise, wie sich die Bremsscheibe bei einem Temperaturanstieg während des Bremsvorgangs verformt. Dies ist unter anderem für den Bremskomfort wichtig. Mit verschiedenen Entwicklungsmethoden, beispielsweise der so genannten Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse (FMEA), werden Risiken identifiziert und Gegenmaßnahmen getroffen.

    Die jeweiligen Anforderungen an die Bremsscheibe müssen wirtschaftlich umsetzbar sein. Spezialisten aus der Produktion bewerten daher die Gieß- und Bearbeitbarkeit und schlagen mögliche Anpassungen vor, die zusammen mit dem Kunden beschlossen werden. Auch hier werden Simulationen eingesetzt. Beispielsweise wird der Gießprozess simuliert, um Erkenntnisse zur Herstellbarkeit und Qualität der Bremsscheibe zu erhalten.

    Während des Entwicklungsprozesses finden mehrere so genannte Meilenstein-Reviews statt. Hier werden Ergebnisse reflektiert und somit sichergestellt, dass die künftige Bremsscheibe die beidseitigen Anforderungen erfüllt. Erst wenn sämtliche Vorgaben eingehalten sind, wird die Konstruktion freigegeben.

    Der Freigabe folgen Konzeption und Konstruktion der Gießwerkzeuge. Ihre Fertigung findet im SHW-eigenen Werkzeugbau statt. Unter Verwendung dieser bereits serienwerkzeugnahen Gießwerkzeuge werden erste Entwicklungsmuster gegossen und anschließend bearbeitet.

    Damit die spätere Bremsscheibe alle festgelegten Funktionen erfüllt, wird sie anhand erster Entwicklungsmuster auf dem SHW-eigenen Bremsenprüfstand validiert. Dazu werden diverse Prüfungen gemäß kundenspezifischer Versuchsrichtlinien durchgeführt.

    Erst wenn die Produktvalidierung auf dem Prüfstand erfolgreich bestanden ist, gehen Entwicklungsmuster an den jeweiligen Kunden. Dieser kann beispielsweise erste Versuche im Fahrzeug durchführen.

    Mit der Entwicklungsabteilung des Kunden werden die Ergebnisse aus den Versuchen diskutiert und etwaige Verbesserungen des Produktes bis zu Serienreife beschlossen und umgesetzt. Erst dann wird die Bremsscheibe in Serie hergestellt.

    Wir sichern unsere langfristige Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit, indem wir veränderte Rahmenbedingungen frühzeitig erkennen und unsere Produkte schnell anpassen.